German Piétrain made in Baden-Württemberg

MALER-Sohn aus dem Zuchtbetrieb Lefting, Borken-MarbeckMALER-Sohn aus dem Zuchtbetrieb Lefting, Borken-MarbeckZum Abschluss der diesjährigen Eliteauktionen fand am 3. November die Eliteauktion des Schweinezucht-Verbandes Baden-Württemberg in Ilshofen statt.

Die Veranstaltung hat sich als feste Größe der internationalen Schweineszene etabliert.

So konnten zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland begrüßt werden.

Insgesamt wurden von den Mitgliedsbetrieben 32 Piétrain- und 5 Landrasse-Eber präsentiert.

CASTI-Sohn gewinnt die Landrasse-Gruppe

Die Eber der Deutschen Landrasse verkörperten allesamt das aktuelle Zuchtziel und erzielten durchschnittlich 753 g tägliche Zunahmen und 127 Zuchtwertpunkte. Idealnoten erhielt dabei die Nummer 1, ein CASTI-Sohn aus der Zucht Benz in Bingen. Der exzellente Typeber präsentierte sich mit günstigen Leistungsdaten und einem fehlerfreien Exterieur. Der aus einem franzöischen Spitzenvererber gezogene Eber wurde für 3.400 € von der Eberstation Herbertingen angekauft.

Den 1b-Preis erhielt ein JAGUAR-Sohn aus der Zucht Lohr in Aach-Linz. Der ausgezeichnete Typeber wechselte nach Bayern. Ein noch sehr junger BECCARD-Sohn aus der Zucht Benz errang den 1c-Preis. Der Eber zeigte wie sein Halbbruder ein außergewöhnlich stabiles und grobknochiges Fundament und wurde für 2200 € an die Eberstation Herbertingen verkauft.

Vom Zuchtbetrieb Lohr wurde ein Sohn des langjährigen Topgenetik-Ebers EDMONT vorgestellt. Der trockene Typeber wurde für 1.700 € nach an einen bayrischen Zuchtbetrieb vermarktet.

Trockene Typen in der jungen Gruppe

Ein blutsfremder RINGO-Sohn aus der Lohr in Aach-Linz gewann die Gruppe der jüngeren Piétraineber. Der Eber präsentierte sich rahmig und lang. Darüber hinaus verfügt der Eber über eine ausgezeichnete Fleischfülle. Der mischerbig stressresistente Eber wurde für 3700 € von der Besamungsstation Weser-Ems angekauft.

Aus der Zucht Lefting in Borken wurde mit der Katalognummer 30 ein extrem trockener und eleganter MALER-Sohn vorgestellt. MALER, der aus der bekannten MUSTANG-Linie stammt, führt aktuell die Hitliste der leistungsstärksten Piétraineber der überregionalen Zuchtwertschätzung an. Der viel versprechende Jungeber wurde für 4300 € von der Eberstation Herbertingen erworben.

Ein hervorragend entwickelter Sohn des Topgenetik-Vererbers BONBON wurde vom Zuchtbetrieb Schwarz in Aglasterhausen angeboten. Der mischerbig stressresistente Eber, der mit einer überdurchschnittlichen Länge ausgestattet ist, wurde für 2700 € von der GFS in Ascheberg angekauft. Der reinerbig stressresistente Vollbruder wechselte an die Besamungsstation Abstetterhof.

Mit der Katalognummer 33 wurde ein weiterer MALER-Sohn aus der Zucht Lefting vorgestellt. Der großrahmige und lange Eber hatte einen sehr trockenen Bauch und wurde aus einer leistungsstarken Mutter gezogen. Der Eber ging für 2900 € an die GFS nach Ascheberg.

Ein reinerbig stressresistenter BOGO-Sohn aus der Zucht Lohr gefiel durch seine Muskelfülle und seine Länge. Für den Eber machte sich der Mitteldeutsche Schweinezuchtverband stark und erwarb den Eber für 1700 €.

Der jüngste Eber der Veranstaltung wurde vom Zuchtbetrieb Schwarz vorgestellt. Der trockene Typeber zeigte neben exzellenten Leistungsdaten eine außergewöhnliche Länge. Trotzdem wirkt der CHIKO-Sohn harmonisch und typvoll. Der Leistungstyp wurde von der Schweineherdbuchzucht Neumünster für 3500 € erworben.

Von der Zuchtstätte Hermann in Nellingen wurden 3 MEGA-Söhne präsentiert von denen zwei für den Export nach Spanien angekauft wurden.

Aus der Zucht Sommer in Unterhof wurde ein sehr massig bemuskelter MARINO-Sohn angeboten. Der reinerbig stressresistente Eber verfügt über ein tadelloses Fundament und wurde von der Besamungsstation Abstetterhof angekauft.

Außergewöhnliche Länge in der mittleren Gruppe

Die mittlere Gruppe wurde von einem auffallend typvollen und rahmigen MASSO-Sohn aus der Sommer angeführt. Der Sohn des holsteiner Spitzenvererbers präsentierte sich trocken und fehlerfrei. Der Eber wird künftig auf der Besamungsstation Abstetterhof zum Einsatz kommen.

Aus der Zuchtstätte Lohr wurden mit der Katalognummer 18 und 19 zwei hervorragend entwickelte VALUTA-Söhne vorgestellt. Beide Eber imponierten aufgrund ihrer ausgezeichneten Länge. Die Katalognummer 18 wurde dabei mit dem 1b-Preis versehen und für 2500 € von der Besamungsstation Weser-Ems angekauft. Die Katalognummer 19 wurde vom selben Käufer für 2900 € erworben.

Ein extrem bemuskelter DUCK-Sohn wurde vom Zuchtbetrieb Lefting präsentiert. Der breit angelegte und reinerbig stressresistente Eber zeigte eine außergewöhnliche Muskelfülle und wechselte für 2900 € an die GFS.

Mit den Katalognummern 27 und 527 liefen zwei BONBON-Söhne vom Betrieb Schwarz auf. Beide Eber repräsentieren einen hervorragenden Rassetypus mit einer auffälligen Trockenheit. Vom gleichen Zuchtbetrieb wurde mit der Nummer 26 ein Sohn des bestens geprüften Ebers MULTIS angeboten. Der hochgestellte und zügige Eber hatte sehr günstige Werte in der Eigenleistungsprüfung und wurde für 2500 € von der GFS angekauft.

Mit zwei weiteren VALUTA-Söhnen war der Zuchtbetrieb Müller in Leuterstal vertreten. Die beiden Eber verfügen über eine auffällige Länge. Insbesondere die Nummer 24 fiel durch eine extreme Fleischfülle auf. Der Eber wurde für den Export nach Spanien angekauft.

EBRO dominiert ältere Gruppe

Eliteauktion 2009Eliteauktion 2009Der Spitzenvererber EBRO, der an der Eberstation Herbertingen steht, befindet sich mittlerweile 2 Jahre im Zuchteinsatz. Der reinerbig stressresistente Eber hat sich sowohl in der Reinzucht als auch in der Anpaarung an Hybridsauen als absoluter Leistungsvererber etabliert. Nicht verwunderlich ist, dass der Eber auch in Österreich zu den bestgeprüften und zuchtwertstärksten Ebern zählt.

Der Eber EBRO beeinflusst, wie kaum ein anderer Vererber, das aktuelle Zuchtgeschehen. So rangierten in der älteren Gruppe mehrere überragende Söhne des Topgenetik-Ebers. Besonders imponierend waren zwei Brüdergruppen. Mit drei Wurfbrüdern, gezogen aus der leistungsstarken Ebermutter ARRAFIA, einer RAFFAY-Tochter, vom Betrieb Lohr wurde der Reigen eröffnet.

Die Katalognummer 9 repräsentiert das Zuchtziel der Rasse Piétrain in hohem Maß. Der ausgezeichnete Typeber wurde mit Idealnoten für äußere Erscheinung und Bemuskelung prämiert und erhielt den 1a-Preis.

Der überragende Eber der Veranstaltung wurde zum Tageshöchstpreis von 5100 € von der GFS für die Zuchtbetriebe Remigius Lefting und Heiner Wenning erworben. Der Vollbruder, die Katalognummer 8, verkörpert einen nahezu identischen Typ und wurde für 2000 € vom Mitteldeutschen Schweinezuchtverband angekauft. Der dritte Eber dieses Wurfes wurde für 1700 € von einem bayrischen Ferkelerzeugerbetrieb angekauft.

Mit den Katalognummern 16 und 17 wurden zwei EBRO-Söhne vom Zuchtbetrieb Wichert in Oberdischingen vorgestellt. Beide Eber zeigten mit 836 g und 771 g täglicher Zunahme ein überragendes Leistungsvermögen. Dabei erzielte der Eber mit der Nummer 17 den 1b-Preis und überzeugte insbesondere durch sein korrektes und exakt gestelltes Fundament.

Der Eber wurde für 3000 € vom Mitteldeutschen Schweinezuchtverband erworben. Der Wurfbruder wechselte für 2500 € an die GFS.

Eliteauktion 2009Eliteauktion 2009Mit zwei extrem bemuskelten CHIKO-Söhnen war die Zucht Schwarz in der Spitzengruppe vertreten. Beide Eber waren reinerbig stressstabil und zeigten extreme Körperproportionen. Beide Eber wurden nach Österreich verkauft. Dabei machte sich der niederösterreichische Schweinezuchtverband für die Nummer 11 stark, die Nummer 13 wechselte für 2600 € an die Stiefingtaler Eberstation in der Steiermark.

Der Zuchtbetrieb Müller stellte einen bestens entwickelten WACHOLDER-Sohn, der für die Besamunsgsstation Abstetterhof angekauft wurde.

Leistung wird honoriert

Das ausgezeichnete Bild und das Niveau der Piétrainkollektion wurde durch die erzielten Leistungsergebnisse mit durchschnittlich 722 g täglicher Zunahmen, 6 mm Rückenspeckdicke sowie 135 BLUP-Zuchtwertpunkten untermauert.

Das Potential der Tiere wurde auch durch die Käufern honoriert. So wurden zahlreiche Eber an bundesdeutsche Besamungsstationen sowie in den Export nach Spanien und Österreich vermarktet. Die Piétraineber wechselten für durchschnittlich 2250 € die Besitzer.