Im Juli letzten Jahres fusionierte der damalige Landesverband Rheinischer Schweinezüchter mit dem Schweinzuchtverband Baden-Württemberg zur Unternehmensgruppe „German Genetic - die deutsche Schweinezucht“ mit den Produktmarken „German Hybrid“ und „German Piétrain“.

Dementsprechend wurden ab diesem Zeitpunkt in allen Vermehrungszuchtbetrieben im Rheinland konsequent die „German Hybrid“-Nukleuseber aus dem speziell eingerichteten Nukleuseberpool bei der GFS Ascheberg oder den süddeutschen Besamungsstationen eingesetzt. Dies fand parallel mit einer straffen Leistungsselektion der Bestandssauen in den Zuchtbetrieben statt.

Die im Rheinland eingesetzten Nukleuseber zeichnen sich durch ein enormes Potential in der Fruchtbarkeit, Mütterlichkeit und Aufzuchtleistung aber auch in der Fleischqualität aus. Im Durchschnitt haben diese in rheinischen Vermehrungszuchtbetrieben eingesetzten Nukleuseber einen Gesamtzuchtwert von 148 BLUP-Punkten, der damit 2,5 Standardabweichungen besser ist, als der Durchschnitt der ohnehin schon leistungsstarken Hyperprolifik Large-White Population.

Die Mütter dieser Nukleuseber haben im Schnitt 40,2 geborene Ferkel pro Jahr und 16,3 geborene Ferkel je Wurf. Genetische Teilzuchtwerte in der Fruchtbarkeit von über 1,5 mehr geborenen Ferkeln/Wurf gegenüber dem Durchschnitt der GG*LW-Population und über 2,5 mehr geborenen Ferkel gegenüber den bis zum Juni 2010 eingesetzten Ebern dokumentieren eindrucksvoll die züchterische Tiefe und Nachhaltigkeit des „German Hybrid“-Konzeptes.

Diese Sauen in den Ferkelerzeugerbetrieben aus den neuen Anpaarungen haben nun die ersten Würfe und bereits jetzt zeigt sich, dass der versprochene Zuchtfortschritt - auch und insbesondere in der Fruchtbarkeit - in der Praxis ankommt. Auch bei der Futterverwertung zeigen genau diese Tiere ihre Wirtschaftlichkeit, die bereits bisher bei den Hybriden aus dem Rheinland in der Gesamtbetrachtung punkteten.

GG/SZV