Mit Einführung der genomischen Selektion wurde ein neues Gesamtzuchtwertschätzmodell entwickelt, in dem erstmals Reinzucht- und Kreuzungsdaten aus verschiedenen Prüfpfaden verrechnet werden und somit die Aussagekraft der Zuchtwerte deutlich steigert.

Die Ergebnisse von mehr als 170.000 Prüftieren aus der Nachkommenprüfung „Kreuzung im Feld“ fließen nun neu in die Gesamtzuchtwertschätzung ein. Derzeit werden neben den ca. 100.000 Ergebnissen von den BuS-Stationen aus dem Süden etwa 60.000 Feldprüfungsdaten von German Piétrain-Ebern von der der GFS Ascheberg sowie weitere Ergebnisse von der Schweinebesamung Weser-Ems in einem komplexen Modell verrechnet. Besonders die Fülle an Daten aus der Auto-FOM-Klassifizierung trägt dazu bei, weiter optimierte Aussagen über die Schlachtkörperzusammensetzung zu treffen.

Hinzu kommen ca. 20.000 Reinzuchtergebnisse aus den Prüfstationen Boxberg, Haus Düsse, Quakenbrück und Futterkamp, die im Rahmen der neutralen Stationsprüfung erhoben werden. Die Prüfstationen ermöglichen eine Exaktdatenerfassung, was insbesondere für die Merkmale Futterverwertung und Fleischbeschaffenheit von zentraler Bedeutung ist.

Die Sicherheiten der Zuchtwerte konnten durch diese neue wesentlich breitere Datenbasis um mehr als 40 % gesteigert werden. In Verbindung mit der genomischen Selektion, die über die Eltern- und Geschwisterinformationen hinaus das Leistungsspektrum eines Ebers exakt prognostizieren lässt, hebt dieses neue Gesamtzuchtwertschätzungsmodell nochmals erheblich das züchterische Niveau. Dies gilt insbesondere für GenomPLUS-Eber und garantiert damit höchste Wirtschaftlichkeit in der Schweineproduktion.

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